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Eine Klinik mit Geschichte

Eine Klinik mit Geschichte

Vom Jagdsommersitz Lehmrade zur Fachklinik für onkologische und gastroenterologische Rehabilitation

Die VAMED Rehaklinik Lehmrade ist eine der ältesten Krebsnachsorgeeinrichtungen und eine Nachsorgeeinrichtung vor Gründung der Deutschen Krebshilfe 1974.

 

Um 1900:
Der Hamburger Kaufmann Deusen, bereits Pächter der Lehmrader Gemeindejagd, kauft sich die Hauskoppel des Lehmrader Hufners und errichtet ein Jagdhaus für seine Familie und seine Jagdgäste.

 

1907:
Der Schwiegersohn von Herrn Deusen, der wohlhabenden Kaffeegroßhändler Rudolf Zennig, kommt nach Lehmrade und übernimmt den Sitz seines Schwiegervaters und dessen Gemeindejagd.

 

Ab 1914:
Zennig besitzt mehrere Kaffeplantagen in Brasilien und versorgt die Truppen im 1. Weltkrieg mit Kaffee. Der so zum Millionär gewordene Zennig lässt ein größeres und repräsentiveres Jagdhaus erbauen. Er erweitert die Wirtschaftsgebäude, lässt Ställe und Scheunen errichten. Auch ein neues, großes Gästehaus und Treibhäuser werden unter Rudolf Zennig erbaut. Darüber hinaus lässt er Straßen ausbauen und reparieren. Es entsteht ein Betrieb mit vielen Angestellten.

 

1918:
Der Krieg ist zu Ende. Zennig verliert seine Kaffeeplantagen und damit die Grundlage seines Wohlstandes. Die Inflation und der Unterhalt der Gebäude und Ländereien lassen sein Vermögen schrumpfen und zwingen ihn  zum Verkauf. Die Ländereien, das Jagdhaus und die Wirtschaftsgebäude gehen an den Rittmeister Ancot, einem Adjutanten des Königs von Sachsen im 1. Weltkrieg. Die Jagdvilla mit dem Park und das große Gästehaus werden an Herrn Grotzinger verkaufen. Allein das kleine Gästehaus bleibt im Besitz der Familie Zennig.

 

Ab 1924:
Grotzinger will aus dem Jagdhaus ein Sanatorium machen. Die nach einem Blitzeinschlag abgebrannte Jagdvilla lässt er als Sanatorium „Diätreform“ 1925 neu aufbauen. Das Sanatorium war ganzjährig geöffnet. Angeboten wurden Entschlackungs- und Trinkkuren. Die für die Kuren benötigten Trauben wurden in den vorhandenen Gewächshäusern in Lehmrade gezogen. Erwachsene und Kinder wurden in dem Sanatorium behandelt, das bis zur Weltwirtschaftskrise 1929 regen Zuspruch erfuhr, doch dann in finanzielle Schwierigkeiten geriet und geschlossen werden musste.

 

Ab 1929:
Die Parkanlage und die ehemalige Jagdvilla gehen nun durch mehrere Hände: Nach einem längeren Leerstand kauft der Kreis das Gebäude und stellt es der NSDAP für Schulungszwecke zur Verfügung. 1935 geht die Villa in den Besitz des Oberlyzeums Harburg-Wilhelmsburg, die das Haus als Schulungsheim nutzten. Anschließend übernehmen die Hamburger Wasserwerke das Grundstück als Erholungsheim „Hummelshöhe“.

 

1943:
Hamburg wird bombardiert. Die ehemalige Jagdvilla zum Lazarett und zur Unterkunft für Familien aus Hamburg.

 

1945:
Nach dem Krieg wird das Haus zum Kinderheim und zum Waisenhaus für Flüchtlingskinder, die ihre Eltern und Verwandten auf der Flucht verloren haben.
Der Kreis Herzogtum Lauenburg kauft das Anwesen ein zweites Mail und richtet ein Altersheim für alte allein stehende Flüchtlinge ein.

 

1957:
Das Grundstück wird  an die Hamburger Genesendenhilfe e. V. verkauft.  Nach einem Umbau eröffnet das Haus mit 40 Betten im Juli 1959 und bietet seitdem Nachsorgebehandlungen für Menschen mit einer Krebserkrankung an. In den nächsten Jahren entstehen neue Gebäude mit zusätzlichen Betten.

 

1986:
Die Reha-Einrichtung wird um ein medizinisches  Bewegungsbad und einen Gymnastikraum erweitert.

 

2001:
Die Klinik wird durch die Unternehmensgruppe Damp übernommen, nachdem die Genesendenhilfe e.V. in finanzielle Schieflage geraten ist.

 

2012:
Damp wird von den Helios Kliniken übernommen. Damit hat die Klinik in Lehmrade einen neuen Träger.

 

2018:
Die Helios Klinik Lehmrade wechselt innerhalb des Fresenius-Konzerns von Helios zu Vamed und heißt ab jetzt VAMED Rehaklinik Lehmrade.